Die Corporate-Social-Responsibility-Bewegung by Janina Curbach

By Janina Curbach

Der vorliegende Band untersucht aus soziologischer Sicht die Modeerscheinung ? company Social accountability? (CSR) und identifiziert CSR als Trägerkonzept für die gesellschaftliche Konstruktion einer postnationalen Rolle für Unternehmen. Mit Fokus auf ökologische Unternehmensverantwortung wird gezeigt, dass sich in den letzten Dekaden zahlreiche CSR-Normen und -Initiativen etabliert haben, die Unternehmensverantwortung im globalen Kontext als ? freiwilligen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung? definieren. Diese Neudefinition gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung lässt sich weder allein durch managementstrategische Einzelentscheidungen noch durch makrostrukturelle Prozesse der Institutionalisierung erklären: Die Autorin argumentiert, dass dieser beobachtete Prozess vielmehr von einer konfliktreichen Dynamik zwischen Bewegungen und Gegenbewegungen vorangetrieben wird, in der nichtstaatliche Akteure ? vor allem NGOs und Unternehmen selbst ? um eine globale Legitimationsgrundlage für Unternehmen ringen.

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Der vorliegende Band untersucht aus soziologischer Sicht die Modeerscheinung ? company Social accountability? (CSR) und identifiziert CSR als Trägerkonzept für die gesellschaftliche Konstruktion einer postnationalen Rolle für Unternehmen. Mit Fokus auf ökologische Unternehmensverantwortung wird gezeigt, dass sich in den letzten Dekaden zahlreiche CSR-Normen und -Initiativen etabliert haben, die Unternehmensverantwortung im globalen Kontext als ? freiwilligen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung? definieren. Diese Neudefinition gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung lässt sich weder allein durch managementstrategische Einzelentscheidungen noch durch makrostrukturelle Prozesse der Institutionalisierung erklären: Die Autorin argumentiert, dass dieser beobachtete Prozess vielmehr von einer konfliktreichen Dynamik zwischen Bewegungen und Gegenbewegungen vorangetrieben wird, in der nichtstaatliche Akteure ? vor allem NGOs und Unternehmen selbst ? um eine globale Legitimationsgrundlage für Unternehmen ringen.

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El avance del saber, en los angeles medida en que es los angeles quintaesencia del pensamiento baconiano en el período de formación del autor, sintetiza admirablemente las líneas maestras de éste y exhibe ya muchos de los rasgos característicos de su obra de madurez. Gracias a su impressive difusión (conoció incluso una versión francesa en 1624), realzada por l. a. ulterior revisión del tema en De augmentis, los proyectos del Canciller fueron bien conocidos y no sintió los angeles necesidad de dar a los angeles luz ningún otro de los borradores que a l. a. sazón redactara, reservándose para su obra magna, l. a. gran restauración.

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Er definiert Reputation in diesem Zusammenhang wie folgt: „Eine Person verfügt über Reputation, wenn man sie für bestimmte Leistungen anerkennt und ihr deshalb Vertrauen entgegenbringt. ; Hervorhebung J. ). Dieses Vertrauen wird diskursiv erzeugt und es bildet das Legitimationskapital von Sprechern in der Kommunikationsgesellschaft und entfaltet über Diskurse seine gesellschaftliche, ordnungsbildende Wirkung. Durch den zunehmenden „Zwang zum Aufbau von Reputation und zum Begründen von eigenen Anliegen“ (Münch 1991: 101) kommt es allerdings teilweise zu einer „Inflation der Worte“ (Münch 1991: 103), die das Vertrauen von Öffentlichkeiten wieder untergraben kann.

Mit anderen Worten: Im Vergleich zu NGOs mit ihrem hohen Legitimationskapital leiden Unternehmen tendenziell unter einem Legitimationsdefizit und werden als wenig vertrauens- und glaubwürdig wahrgenommen. Das niedrige Vertrauen, dass Bevölkerungen in Unternehmen und den Wirtschaftssektor setzen, wurde im Zusammenhang mit dem Legitimationsvorsprung von NGOs bereits angedeutet (vgl. Kap. 8). Beck bezeichnet diese Situation als „Paradoxie von Macht und Legitimität“: „[…] es existiert eine Paradoxie von Macht und Legitimität.

Ohne Druck von außen geht gar nichts. Die Umweltbewegung musste dies erfahren, bei der Durchsetzung von Verbraucherrechten wird es nicht anders sein“ (Bode 2007: 9). Er sieht die Lösung dieses Problems eindeutig im subpolitischen Engagement von NGOs jenseits etablierter politischer Institutionen: „Wenn Verbraucher sich zusammenschließen und organisiert handeln, können sie die Spielregeln verändern – zugunsten der Verbraucher“ (Bode 2007: 10). 3 Das Feld Transnationaler nicht-staatlicher Akteure 35 NGOs haben also zusätzlich zur offiziellen Zulassung zu politischen Prozessen als Politikberater auch noch durch eine informelle Aufwertung als Subpolitiker und moralische Unternehmer an Einfluss gewonnen.

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